Hand, die einen Vibrator hält

Wie oft masturbieren Frauen? Lass uns über weibliche Masturbation sprechen!

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, Wissenschaftler bei Natural Cycles
Entspricht der NC° Editorial Policy

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 Bei Natural Cycles ist es unsere Mission, Dich mit dem Wissen zu stärken, das Du brauchst, um Deine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Bei Cycle Matters erstellen wir faktengeprüfte, von Expertinnen und Experten verfasste Inhalte, die diese Themen einfühlsam und leicht verständlich aufbereiten. Mehr dazu...

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die weibliche Masturbation ist verbreiteter, als Du vielleicht denkst – 79 % der Frauen unter 60 Jahren geben an, in ihrem Leben schon masturbiert zu haben [1]

  • Daten aus dem Jahr 2021 zeigen, dass etwa 37 % der Frauen im letzten Monat masturbiert haben [2]

  • Auch wenn Frauen masturbieren, tun sie es seltener als Männer – 60 % der Männer haben im letzten Monat masturbiert, im Vergleich zu 37 % der Frauen [2]

Masturbation – insbesondere weibliche Masturbation – ist nach wie vor ein tabuisiertes Thema, über das wir definitiv nicht genug sprechen. Dazu gehören die gesundheitlichen Vorteile von Masturbation, die Frage, wie oft Frauen masturbieren, und die besten Wege, die Lust beim Masturbieren zu steigern. Wir gehen auf alles ein, was du schon immer über weibliche Masturbation wissen wolltest: wie oft Frauen masturbieren, wie sie es gern tun, welche gesundheitlichen Vorteile Masturbation hat und vieles mehr. Legen wir los!

Die weibliche Masturbation: Wie oft masturbieren Frauen?

Obwohl über Masturbation immer noch viel zu wenig gesprochen wird, gibt es eine Reihe von Studien, die die Häufigkeit weiblicher Masturbation untersucht haben, um herauszufinden, wie oft Frauen masturbieren. Die Ergebnisse variieren je nach Erhebungsjahr der Studien und den Ländern, in denen Forscherinnen und Forscher Frauen befragt haben.

Ergebnisse einer National Survey of Sexual Health Behavior (NSSHB) aus dem Jahr 2009 deuten darauf hin, dass weibliche Masturbation ziemlich verbreitet ist. Die Forschenden befragten 5.865 Personen (2.929 der Teilnehmenden waren Frauen) und fanden heraus, dass 66 % bis 85 % (je nach Alter) der Frauen unter 60 Jahren angeben, in ihrem Leben schon masturbiert zu haben. 60 % bis 72 % berichteten von Masturbation im vergangenen Jahr und 26 % bis 52 % von Masturbation im vergangenen Monat [1].

Eine neuere groß angelegte Umfrage, die Daten von 1.958 Frauen und 1.784 Männern in den Vereinigten Staaten auswertete, ergab, dass 37 % der Frauen im letzten Monat masturbiert hatten. Nur 9 % der Frauen gaben an, im vergangenen Jahr mindestens einmal pro Woche masturbiert zu haben [2].

Wie oft sollten Frauen masturbieren?

Unsere Sexualität und unsere Gewohnheiten bei der Selbstbefriedigung sind sehr individuell, und keine zwei Menschen sind gleich. Da über Masturbation immer noch zu wenig gesprochen wird, ist es ganz normal, verunsichert zu sein, was die „normale“ Masturbationshäufigkeit angeht. Laut ISSM (International Society for Sexual Medicine) gibt es kein „normal“, was die Häufigkeit der Masturbation betrifft [3].

Manche Menschen entscheiden sich vielleicht dafür, einmal im Monat, zweimal pro Woche oder einmal täglich zu masturbieren. Andere wiederum entscheiden sich, gar keine Selbstbefriedigung zu praktizieren. Ganz gleich, wo du auf diesem Häufigkeitsspektrum liegst – es ist in Ordnung. Du weißt selbst am besten, was für dich normal ist und was sich gut anfühlt.

Warum variiert die Häufigkeit?

Es ist schwierig, die genauen Gründe dafür zu benennen, warum einige von uns häufiger masturbieren als andere, da Sexualität sehr individuell ist. Dieselbe neuere groß angelegte Umfrage stellte fest, dass es viele verschiedene Gründe gibt, warum Menschen sich gegen Selbstbefriedigung entscheiden – etwa weil es gegen ihre Religion verstößt, sie sich in ihrem Körper nicht wohlfühlen, sie das Gefühl haben, ihren Partner oder ihre Partnerin zu betrügen, oder weil ihr Partner oder ihre Partnerin es nicht mag [2] (um nur einige zu nennen).

Die Forschenden fanden außerdem heraus, dass bestimmte Personengruppen häufiger masturbierten als andere. Jünger zu sein, männlich zu sein, nicht-heterosexuell zu sein, einen höheren Bildungsabschluss oder ein höheres jährliches Haushaltseinkommen zu haben, erhöhte jeweils die Wahrscheinlichkeit, im vergangenen Jahr häufiger und erst kürzlich masturbiert zu haben [2].

Interessant ist auch, dass die Forschenden in der Studie von 2021 auch beobachteten, dass Frauen, die häufiger Partnerschaftssex hatten, im vorangegangenen Jahr auch häufiger masturbierten [2]. Außerdem berichteten Frauen, die sich häufiger Partnerschaftssex wünschten, von einer höheren Masturbationshäufigkeit. Das könnte bedeuten, dass sie einfach eine hohe Libido haben und sich selbst befriedigen, weil die aktuelle Häufigkeit des Sex mit Partner oder Partnerin ihre hohe Libido nicht ausreichend befriedigt.

Woran erkennst du, ob du zu viel masturbierst?

Auch wenn eine „normale“ Masturbationshäufigkeit für jede Person anders aussieht, gibt es einige allgemeine Anzeichen dafür, dass Selbstbefriedigung zu einem Problem geworden sein könnte.

Wenn du bemerkst, dass Masturbation den Großteil deiner Zeit einnimmt und im Gegenzug deine Arbeit oder deine persönlichen Beziehungen darunter leiden, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass du es übertreibst. Wenn du die Selbstbefriedigung anderen Aktivitäten vorziehst – zum Beispiel einem Abendessen mit Freundinnen, Freunden oder einem Partner oder einer Partnerin –, kann auch das ein Anzeichen für ein Problem sein. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, dir therapeutische Unterstützung zu suchen.

Was ist die Masturbationslücke?

Die Masturbationslücke bezeichnet den Unterschied zwischen der Häufigkeit, mit der Frauen masturbieren, und der Häufigkeit, mit der Männer masturbieren.

Es zeigt sich, dass mehr Männer als Frauen masturbieren – etwa 60 % der Männer gaben 2021 an, im letzten Monat masturbiert zu haben (im Vergleich zu 37 % der Frauen). Die Masturbationshäufigkeit unterschied sich ebenfalls zwischen den Geschlechtern: 36 % der Männer berichteten, im vergangenen Jahr mindestens einmal pro Woche masturbiert zu haben (im Vergleich zu nur 9 % der Frauen) [2].

Wie masturbieren Frauen?

In einer Studie, in der über 2.000 Frauen zu ihren Masturbationsgewohnheiten und -gründen befragt wurden, wurde untersucht, auf welche der folgenden 11 Arten Frauen sich typischerweise am liebsten selbst befriedigen:

  • 97 % der Teilnehmenden stimulierten die Klitoris

  • 45 % stimulierten die Vagina

  • 45 % verwendeten audiovisuelles Material dabei (z. B. Pornos) oder Spiegel

  • 39 % gaben sich sexuellen Fantasien hin, in denen ihr Partner oder ihre Partnerin vorkamen

Zu den weiteren Aktivitäten gehörten unter anderem Analstimulation, Masturbation in Rücken- oder Bauchlage, Fantasien ohne ihren Partner oder ihre Partnerin, Stimulation der Brust und mehr [4].

Was ist gleichzeitige Masturbation?

Gleichzeitige Masturbation ist eine sexuelle Aktivität, bei der du dich in Anwesenheit deiner Partnerperson selbst befriedigst. Es gibt dabei keine festen Regeln – du kannst deinem Partner oder deiner Partnerin beim Masturbieren zusehen, er oder sie kann dir zusehen oder ihr macht es beide gleichzeitig. Ihr könnt euch auch dazu entscheiden, euch ausschließlich selbst zu stimulieren oder euch gegenseitig mit der Hand zu helfen.

In einer Studie mit rund 300 Erwachsenen zeigte sich, dass gleichzeitige Masturbation in Beziehungen eine beliebte Praxis sein kann – 49 % der Männer und 54 % der Frauen in dieser Studie masturbierten gemeinsam mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin. Die Studie ergab, dass Paare, die wöchentlich gemeinsam masturbierten, eine höhere sexuelle Zufriedenheit und ein höheres Selbstwertgefühl berichteten [5].

Ist Masturbation schädlich für dein Sexleben?

Entgegen der allgemeinen Meinung schadet Masturbation deinem Sexleben überhaupt nicht. Selbstbefriedigung ist weder der Feind noch eine Konkurrenz zu deinem Sexleben mit einer anderen Person – sie ist eine gesunde und lustvolle Ergänzung deines gesamten erotischen Repertoires.

Einige Studien zeigen, dass Frauen, die in ihrer Jugend masturbiert haben, seltener über Erregungsschwierigkeiten berichten und beim Sex mit einer anderen Person häufiger Orgasmen erleben als diejenigen, die nicht masturbiert haben. Sie ergreifen außerdem häufiger die Initiative bei sexuellen Aktivitäten und haben ein breiteres Spektrum an sexuellen Praktiken, an denen sie teilnehmen [4].

Die gesundheitlichen Vorteile der Masturbation

Masturbation kann sehr lustvoll sein, aber das ist noch nicht alles! Sie fühlt sich nicht nur gut an, sondern bringt auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich – sowohl für die körperliche als auch für die mentale Gesundheit, zum Beispiel:

  • Besserer Schlaf: Studien zeigen, dass Orgasmen – ob mit einer anderen Person oder durch Selbstbefriedigung – vor dem Schlafengehen die wahrgenommene Schlafqualität und das Einschlafen verbessern können [6].

  • Stressabbau: Viele Studien zur weiblichen Masturbation zeigen, dass Stressabbau häufig als Motivation für Selbstbefriedigung genannt wird, insbesondere bei klitoraler Stimulation [7, 4, 8].

  • Bessere Orgasmen: Masturbation hilft uns, unsere Sexualität besser zu verstehen und unseren Körper kennenzulernen. Einige Studien zeigen, dass Frauen, die in der Jugend masturbiert haben, seltener Erregungsschwierigkeiten und häufiger Orgasmen beim Sex mit einer anderen Person berichten als Frauen, die in ihrer Jugend nicht masturbiert haben [8]. Je besser wir unseren Körper und das, was uns Lust bereitet, kennen, desto erfüllender kann Sex sein.

  • Sie fördert die sexuelle Funktion: Eine Übersichtsarbeit zu verschiedenen Studien ergab, dass der Einsatz von Vibratoren sich positiv auf Menschen auswirken kann, die an sexuellen Funktionsstörungen wie Erektionsstörungen oder Anorgasmie (wenn es einer Person schwerfällt, einen Orgasmus zu erreichen) leiden [9].

Tipps zur Masturbation

Ganz gleich, ob du gerade erst mit der Masturbation beginnst oder bereits eine feste Masturbationsroutine hast und sie einfach mit mehr Lust und ein bisschen Abwechslung füllen möchtest – wir haben eine Reihe hilfreicher Tipps für dich parat:

  • Verwende genug Gleitgel: Gleitgel wurde aus gutem Grund erfunden – und jede Person kann davon profitieren, nicht nur Menschen mit sexuellen Funktionsstörungen. Gleitgel verringert Reibung und verstärkt alle Empfindungen, wodurch Masturbation viel lustvoller wird. Erwäge also daher, es bei der Selbstbefriedigung zu verwenden, um das Ganze noch schöner zu machen. Es gibt viele gute Gleitgele auf dem Markt, aber wasserbasierte Gleitgele funktionieren in der Regel am besten, weil sie sicher mit Kondomen und Sexspielzeug verwendet werden können, sich leicht abwaschen lassen und weder Kleidung noch Bettwäsche verfärben.

  • Ein guter Umgang mit negativen Gedanken: Masturbation ist ein natürlicher Teil der menschlichen Sexualität – nichts, wofür man sich schämen müsste. Wenn du jedoch merkst, dass du bei der Selbstbefriedigung in eine negative Gedankenspirale gerätst, ignoriere sie auf keinen Fall. Es kann helfen, diese Gedanken bewusst zu betrachten und sie in ein positiveres Licht zu rücken. Versuche, die Masturbation als Selfcare-Praxis zu sehen – als etwas, das du tust, um deinen Körper wertzuschätzen, Deine Lust besser zu verstehen und von den vielen gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren.

  • Setze auf Sexspielzeuge: Sexspielzeuge können eine tolle Möglichkeit sein, zusätzliche Stimulation und neue Empfindungen in deine Masturbationsroutine zu bringen. Überlege dir, welche Art der Stimulation (klitoral, anal, G-Punkt) dir am meisten Freude bereitet, und such dir ein Spielzeug aus, das genau dafür gemacht ist. Mit einem Vibrator kannst du ganz leicht eine kombinierte Stimulation erkunden (z. B. G-Punkt und Klitoris gleichzeitig oder anal und klitoral), was für manche Menschen zu intensiveren Orgasmen führen kann.

  • Lade deinen Partner oder deine Partnerin ein: Masturbation muss kein Solo-Abenteuer sein – die gleichzeitige Masturbation kann viel Spaß machen und aufregend sein. Sie eignet sich perfekt, um deine erotische Routine zu erweitern und neu zu entdecken, was sich gut anfühlt. Bitte deinen Partner oder deine Partnerin zum Beispiel, dir zuzuschauen, während du dich selbst befriedigst, beobachte ihn oder sie bei der Selbstbefriedigung oder probiert gemeinsam aus, euch auf diesem Wege selbst Lust zu bereiten.

  • Spiele mit verschiedenen Stellungen: Es ist ganz normal, in eine Routine zu verfallen, wenn wir etwas gefunden haben, das gut funktioniert. Trotzdem kann es hin und wieder spannend sein, die Position zu wechseln, in der du masturbierst, um Empfindungen auf eine neue Art zu erleben. Schon kleine Veränderungen wie ein Kissen unter dem Becken oder deine Beine an die Wand zu lehnen, können einen Unterschied machen.

Ist Masturbation sicher?

Masturbation gehört zu den sichersten sexuellen Aktivitäten [10]. Wenn du alleine masturbierst, ist das Risiko, dich mit Geschlechtskrankheit anzustecken, extrem gering (wenn nicht sogar nicht vorhanden) – genauso wie das Risiko einer Schwangerschaft. Selbst wenn du mit einer anderen Person masturbierst, bleibt das Risiko für Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft gering, solange ihr vorsichtig seid. (Mehr dazu weiter unten.)

Wenn du alleine mit Sexspielzeug masturbierst, solltest du Folgendes beachten:

  • Wasche deine Sexspielzeuge immer vor und nach jeder Verwendung, um sicherzustellen, dass sich keine schädlichen Bakterien darauf befinden.

  • Verwende ein Gleitgel, um Unwohlsein und Schmerzen zu vermeiden

  • Nutze dasselbe Sexspielzeug in einer Sitzung nicht sowohl anal als auch vaginal, um eine Ausbreitung von Bakterien zu verhindern, die die vaginale Mikroflora stören können (benutze ein Kondom oder wasche das Spielzeug zwischendurch) [11]

Wenn du mit einer anderen Person masturbierst, gibt es ebenfalls ein paar Dinge, die du beachten solltest, damit euer Erlebnis so sicher wie möglich ist:

  • Wenn ihr euch ein Sexspielzeug teilt, sorgt dafür, dass ihr es zwischen den Verwendungen reinigt oder verschiedene Kondome über dem Sexspielzeug benutzt

  • Wenn du ein Sexspielzeug erst anal und dann vaginal verwendest, nutze unterschiedliche Kondome oder reinige das Spielzeug, wenn du wechselst

  • Wenn du mit einem männlichen Partner masturbierst, vermeide es, dass Lusttropfen oder Sperma auf das Sexspielzeug oder in die Nähe der Vulva gelangen, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden

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