Ausfluss vor der Periode oder frühe Schwangerschaft: So erkennst Du den Unterschied
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Wichtige Punkte:
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Zu wissen, welcher Ausfluss bei Dir normal ist, hilft dabei, Veränderungen zu erkennen
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Während der Schwangerschaft, besonders früh im ersten Trimester und kurz vor der Geburt, ist es normal, mehr vaginalen Ausfluss zu haben
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Gesunder Ausfluss verursacht in der Regel keine weiteren Beschwerden, während Ausfluss, der mit Juckreiz, Schmerzen oder Reizungen einhergeht, auf ein anderes Gesundheitsproblem hinweisen kann
Auf dieser Seite
- Was ist vaginaler Ausfluss?
- Wie Ausfluss auf eine Schwangerschaft oder eine kommende Periode hinweisen kann
- Unterschiede zwischen Ausfluss in der Frühschwangerschaft und Ausfluss vor der Periode
- Ist verfärbter Ausfluss in der Schwangerschaft normal?
- Ausfluss bei PMS oder in der Schwangerschaft: So erkennst Du den Unterschied
- Wann Du eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen solltest
- Lerne Deinen Körper mit Natural Cycles kennen
Vaginaler Ausfluss ist etwas, das Dir vielleicht erst auffällt oder dem Du erst Beachtung schenkst, wenn Du anfängst, Deinen Menstruationszyklus zu beobachten oder versuchst, schwanger zu werden. Veränderungen in Deinem Ausfluss können wichtige Phasen der Fruchtbarkeit signalisieren, wie zum Beispiel den Eisprung oder die Einnistung. Wenn Du versuchst, schwanger zu werden (TTC), bist Du vielleicht ständig auf der Suche nach frühen Anzeichen einer Schwangerschaft. In diesem Artikel gehen wir auf einige Unterschiede ein, die zwischen dem vaginalen Ausfluss vor der Periode und dem während der Schwangerschaft auftreten können. Da der Ausfluss nicht das zuverlässigste oder deutlichste frühe Anzeichen einer Schwangerschaft ist, ist es wichtig, auch andere Schwangerschaftssymptome zu kennen, die in den Tagen nach dem Eisprung (DPO) auftreten können.
Was ist vaginaler Ausfluss?
Vaginaler Ausfluss bezeichnet jede Flüssigkeit oder jeden Schleim, der aus der Scheide austritt. Ein gesunder Ausfluss ist in der Regel dickflüssig oder klebrig, feucht, klar oder weiß, meist geruchlos und beschwerdefrei. Wenn Dein Ausfluss grün oder grau ist, einen ungewöhnlichen oder unangenehmen Geruch hat und mit Symptomen wie Juckreiz, Unwohlsein oder Schmerzen einhergeht, spricht man von symptomatischem Ausfluss. Symptomatischer Ausfluss deutet oft auf eine Infektion oder ein anderes gesundheitliches Problem hin [2].
Der Ausfluss spielt eine wichtige Rolle dabei, Deine Vagina sauber, feucht und geschützt zu halten. Denk aber daran, dass Farbe, Konsistenz und Geruch eines „normalen“ Ausflusses von Person zu Person und im Laufe der verschiedenen Phasen Deines Menstruationszyklus variieren können. Der Ausfluss ist Teil des Selbstreinigungsmechanismus Deiner Vagina. Du kannst dazu beitragen, dass es dort unten gesund bleibt, indem Du parfümierte oder duftende Seifen oder Feuchttücher meidest, da diese zu Scheidenreizungen, Schmerzen und Trockenheit führen können [1].
Was bedeutet weißer Ausfluss vor der Periode oder in der Frühschwangerschaft?
Weißer Ausfluss, auch Leukorrhoe genannt, ist eine häufige und gesunde Form von vaginalem Ausfluss. Er besteht aus alten Zellen, Schleim und Bakterien und hat in der Regel kaum oder gar keinen Geruch [3]. Dein Körper produziert diese Art von Ausfluss sowohl während Deines normalen Menstruationszyklus als auch in der gesamten Schwangerschaft. Weißer Ausfluss allein ist in der Regel kein Grund zur Sorge.
Warum verändert sich der Ausfluss im Laufe Deines Zyklus?
Die Farbe, Konsistenz und sogar der Geruch Deines Ausflusses können sich im Laufe Deines Zyklus aufgrund der schwankenden Hormonspiegel verändern [4]. Zum Beispiel ist Dein Ausfluss um den Eisprung herum meist dünn und klar und hat die Konsistenz von rohem Eiweiß [5]. Diese Art von Ausfluss wird als Zervixschleim oder Zervixflüssigkeit bezeichnet und steht im Zusammenhang mit erhöhten Spiegeln von dem Sexualhormon Östrogen.
Die Menge an Zervixschleim, die Du produzierst, ändert sich im Laufe Deines Zyklus. Direkt nach Deiner Periode produzierst Du am wenigsten davon, was sich ein bisschen trocken anfühlen kann. Je näher der Eisprung rückt, desto stärker nimmt die Menge jedoch zu. Zum Zeitpunkt des Eisprungs produziert Dein Körper am meisten Zervixschleim, danach nimmt die Menge wieder ab. Auch die Konsistenz kann sich im Laufe des Zyklus ändern: Direkt nach Deiner Periode fühlt er sich vielleicht klebrig an, während er im Vorfeld des Eisprungs feuchter wird und sich sogar cremig anfühlen oder aussehen kann. Beim Eisprung ist er dünn, glitschig und dehnbar. Danach kann er wieder dickflüssiger werden, während die Menge abnimmt [2, 6]. Zervixschleim kann helfen, den Eisprung zu verfolgen, ist aber kein verlässlicher Indikator für eine Schwangerschaft.
Die zweite Hälfte Deines Zyklus, oder die Lutealphase, beginnt direkt nach dem Eisprung. Während der Lutealphase ist der Ausfluss meist weiß oder leichtgelb und aufgrund des erhöhten Progesteronspiegels dickflüssiger [4].
Wenn Du Fragen oder Sorgen wegen Veränderungen in Deinem Zyklus hast, solltest Du am besten einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren.
Wie Ausfluss auf eine Schwangerschaft oder eine kommende Periode hinweisen kann
Wenn Du versuchst, schwanger zu werden, können sich die Tage nach dem Eisprung (DPO), in denen Du auf einen Schwangerschaftstest wartest, wie eine Ewigkeit anfühlen. Könnten Veränderungen in der Menge und Konsistenz Deines Ausflusses ein frühes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein? Schauen wir uns den Ausfluss vor der Periode und während der Schwangerschaft mal genauer an und sehen wir, worauf Du achten kannst.
Ausfluss vor der Periode: So kann er aussehen
Vor Deiner Periode ist es normal, dass Du wenig bis gar keinen Ausfluss hast [6]. Falls Du Ausfluss hast, kann er trüb, klebrig oder trocken sein. Das kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein.
Ausfluss in der Frühschwangerschaft: So kann er aussehen
Leider sieht der Ausfluss in der Frühschwangerschaft bei vielen, die auf Anzeichen für eine Empfängnis achten, dem prämenstruellen Ausfluss sehr ähnlich. Manche Frauen bemerken dünnflüssigeren Ausfluss als sonst, andere wiederum stellen überhaupt keinen Unterschied fest [7].
Nach der Einnistung kann es auch zu braunem oder rotem Ausfluss oder zu leichten Schmierblutungen kommen. Einnistung bedeutet, dass sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterwand einnistet. Obwohl die Einnistung ein wichtiger Schritt in jeder Schwangerschaft ist, tritt eine Einnistungsblutung nicht bei allen auf und ist auch nicht immer zu bemerken.
Das Wichtigste, was Du über Ausfluss in der Frühschwangerschaft wissen solltest, ist, dass die Menge bereits ab der ersten Woche nach der Empfängnis zunimmt [1, 8]. Aus diesem Grund kann ein stärkerer Ausfluss kurz vor Deiner erwarteten Periode, der über das für Dich normale Maß hinausgeht, als frühes Anzeichen einer Schwangerschaft gewertet werden. Leider ist der Ausfluss jedoch nicht das eindeutigste frühe Anzeichen einer Schwangerschaft. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Dich mit anderen frühen Schwangerschaftssymptomen vertraut zu machen.
Unterschiede zwischen Ausfluss in der Frühschwangerschaft und Ausfluss vor der Periode
|
Vor Deiner Periode |
Frühe Schwangerschaft |
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Konsistenz |
Dickflüssig, cremig |
Dünnflüssig, wässrig |
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Farbe |
Weiß, milchig oder klar |
Weiß, milchig oder klar |
|
Geruch |
Leicht oder geruchlos |
Leicht oder geruchlos |
|
Menge |
Durchschnittlich |
Mehr als gewöhnlich |
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Weitere Symptome |
Geschwollene oder empfindliche Brüste, Verstopfung oder Durchfall, Blähungen, Krämpfe, Kopfschmerzen, empfindliche Brüste, Müdigkeit, Reizbarkeit, Appetitveränderungen, Konzentrationsschwierigkeiten, innere Anspannung, Angst, depressive Verstimmung, Stimmungsschwankungen [8] |
Ausbleibende Periode oder leichte Schmierblutung, Brustveränderungen wie Kribbeln und/oder dunklere Brustwarzen, Übelkeit (mit oder ohne Erbrechen), vermehrter Harndrang, Müdigkeit, Heißhunger oder Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel, erhöhte Basaltemperatur (BBT) [9] |
Ist verfärbter Ausfluss in der Schwangerschaft normal?
Ein normaler Ausfluss während der Schwangerschaft ist in der Regel weiß, klar oder leicht gelblich. Es kann auch vorkommen, dass der Ausfluss leicht rosa oder rot ist, insbesondere nach dem Sex, nach der Einnistung oder gegen Ende der Schwangerschaft. Solltest Du jedoch Blutungen oder einen Ausfluss mit ungewöhnlicher Farbe bemerken, der stark riecht oder mit Symptomen wie Juckreiz oder Schmerzen einhergeht, wende Dich bitte an Deinen Arzt oder Deine Ärztin [2, 5].
Ausfluss bei PMS oder in der Schwangerschaft: So erkennst Du den Unterschied
Letztendlich lassen sich Unterschiede zwischen dem Ausfluss vor der Periode und dem in der frühen Schwangerschaft oft nur sehr schwer erkennen. Der Ausfluss ist daher kein verlässliches Anzeichen für eine Schwangerschaft. Wenn Du jedoch weißt, wie sich Dein Ausfluss während des Zyklus und vor deiner Periode „normalerweise“ anfühlt, kannst Du Veränderungen in Konsistenz und Menge leichter erkennen. Das Beobachten anderer PMS-Symptome kann ebenfalls eine gute Möglichkeit sein, um Unterschiede bei den körperlichen oder emotionalen Symptomen zu bemerken, unter denen Du gerade leidest. Ein Schwangerschaftstest, den Du machst, nachdem Deine erwartete Periode ausgeblieben ist, ist der sicherste Weg, um zu wissen, ob Du schwanger bist.
Wann Du eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen solltest
Wenn Du Symptome wie Schmerzen im Beckenbereich, Reizungen, Juckreiz, Blutungen, Bläschen oder Wunden bemerkst, wende Dich an Deine Ärztin oder Deinen Arzt [2]. Gleiches gilt, wenn Dein Ausfluss eine für Dich ungewöhnliche Farbe hat oder wenn Du unerklärliche Blutungen oder Blutungen außerhalb Deiner Periode hast – dann ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen.
Lerne Deinen Körper mit Natural Cycles kennen
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