Die einzige in Europa und den USA erhältliche klinisch bewährte digitale Verhütungsmethode

Bereitgestellt in Form einer App bedient sich Natural Cycles eines bio-statistischen Algorithmus, der die tägliche Fertilität einer Frau durch Analyse der von ihr protokollierten Basaltemperatur und ihrer Zyklusdaten ermittelt. Frauen verwenden die App in Kombination mit einem Basalthermometer, um fruchtbare Tage zu identifizieren, an denen Empfängnisschutz (oder Abstinenz) erforderlich ist. Natural Cycles ist die bisher einzige App, die in der EU als Medizinprodukt der Klasse IIb zur Empfängnisverhütung zugelassen wurde und mit dem CE-Kennzeichen versehen ist. Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA bewilligte die Freigabe von Natural Cycles als Medizinprodukt der Klasse II im De-Novo-Verfahren. Dies macht Natural Cycles zur einzigen App, die auch in den USA für den Vertrieb als Verhütungsmittel freigegeben ist.

Wirksamkeit der Empfängnisverhütung

Keine Verhütungsmethode ist 100 Prozent wirksam. Natural Cycles hat eine Wirksamkeitsrate von 93 Prozent bei typischer Verwendung, das bedeutet, dass 7 von 100 Frauen innerhalb eines Jahres unter Verwendung von Natural Cycles schwanger werden.Die Wirksamkeit von Natural Cycles wurde in prospektiven Beobachtungsstudien nachgewiesen, die mehr als 200.000 Menstruationszyklen von über 22.000 Frauen analysierten. Im Zuge des De-Novo Verfahrens für die FDA-Freigabe wurde die aktuelle Version des Algorithmus (V.3) anhand von Datensätzen von 15.570 Frauen (im Alter von durchschnittlich 29 Jahren) untersucht. Die Wirksamkeitsrate von 93 Prozent bei typischer Verwendung wurde in dieser prospektiven Analyse bestätigt. Finden Sie die Ergebnisse dieser Analyse in der Gebrauchsanweisung.

Alle Studien wurden in Peer-Review-Fachzeitschriften veröffentlicht (siehe Klinische Studien und Publikationen).

Natural Cycles ermittelt das individuelle fruchtbare Fenster einer jeden Frau aufgrund ihres einzigartigen Zyklusmusters, der Veränderungen ihres Hormonspiegels sowie der Schwankungen ihrer Körpertemperatur.

Wie funktioniert Natural Cycles?

Frauen können nur innerhalb ihres fruchtbaren Fensters schwanger werden – am Tag des Eisprungs und an den fünf vorangehenden Tagen, zieht man die maximale Lebensdauer von Spermien im Körper der Frau in Betracht.1 Ohne eine Möglichkeit, diese sechs Tage zu identifizieren, ist Empfängnisverhütung während des gesamten Zyklus erforderlich, um eine Schwangerschaft zu vermeiden.

Natural Cycles berechnet das individuelle fruchtbare Fenster einer jeden Frau aufgrund ihres einzigartigen Zyklusmusters, der Veränderungen ihres Hormonspiegels sowie der Schwankungen ihrer Körpertemperatur.

Die etablierten biologischen Indikatoren für den Eisprung sind:

  • Ein Temperaturanstieg von 0,2 – 0,45 °C, wenn Progesteron freigesetzt wird
  • Ein Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) ca. 48 Stunden vor dem Eisprung

Bereitgestellt in Form einer App bedient sich Natural Cycles eines smarten Algorithmus, der den täglichen Fruchtbarkeitsstatus der Frau basierend auf ihrer Basaltemperatur ermittelt. Dafür misst die Frau morgens als Erstes ihre Temperatur mit einem Basalthermometer und gibt sie in die App ein. Empfohlen werden fünf Messungen pro Woche. Der bio-statistische Algorithmus interpretiert diese Daten und erstellt daraus einen individuellen Fruchtbarkeitsindikator. Dieser identifiziert grüne” (nicht fruchtbare) Tage, an denen ungeschützter Sex kein Risiko einer Empfängnis darstellt, oder rote” (fruchtbare) Tage, an welchen die Frau/das Paar Schutz (z. B. Kondome) verwenden oder enthaltsam bleiben sollte, um eine Schwangerschaft zu vermeiden.

Frauen können die Temperatur-Daten zudem ergänzen, indem sie einen Urintest mittels eines Teststreifens zur Bestimmung des LH-Werts (luteinisierenden Hormons) durchführen und diese Daten in die App eingeben.

Die obere Abbildung zeigt den Temperaturanstieg nach dem Eisprung sowie den Einfluss des Hormonspiegels auf die Basaltemperatur.

Der Algorithmus

Natural Cycles basiert auf einem ausgereiften bio-statistischen Algorithmus, der den täglichen Fertilitätsstatus der Frau durch Analyse der von ihr protokollierten Basaltemperatur und ihrer Zyklusdaten ermitteln kann.  

Die Ermittlung des fruchtbaren Fensters erfolgt durch die Analyse des Anstiegs der Basaltemperatur der Frau, der durch den erhöhten Progesteron-Spiegel um den Eisprung herum ausgelöst wird. Die täglich protokollierte Basaltemperatur der Frau wird mit den jeweiligen Durchschnittswerten und Varianzen der vergangenen follikulären und lutealen Phasen verglichen, um zu bestimmen in welcher Phase sich die Frau befindet. Diese Berechnungen werden von Faktoren wie der Wahrscheinlichkeit einer Ovulation an diesem Punkt im Menstruationszyklus und dem Ergebnis eines LH-Tests beeinflusst. Die Vorhersage des Eisprungs basiert auf dem gewichteten Durchschnitt des Zeitpunkts der Ovulation in den vorhergehenden Zyklen.

Der aufwendig entwickelte Algorithmus berücksichtigt bei der Berechnung des Fruchtbarkeitsstatus einer Frau neben dem Zeitpunkt des Eisprungs, auch die Überlebensdauer von Spermien, Abweichungen in der Zykluslänge, ungewöhnliche Temperaturschwankungen sowie die Länge von Follikel- und Lutealphase. Er erkennt feinste Muster im Zyklus einer Frau. Je besser der Algorithmus das individuelle Zyklusmuster einer Frau kennenlernt, desto höher ist die Anzahl grüner” (nicht fruchtbarer) Tage. Werden Temperaturmessungen nicht regelmäßig durchgeführt und eingetragen, weist der Algorithmus der Frau mehr rote” Tage zu.


¹Wilcox AJ et al. N Engl J Med. 1995; 333: 1517-1521.