Schleimpfropf vs. Ausfluss (Bilder): Wie sieht ein Schleimpfropf aus?
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Wichtige Erkenntnisse:
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Der Schleimpfropf bildet sich zu Beginn der Schwangerschaft im Gebärmutterhals und schützt den wachsenden Fötus, indem er verhindert, dass schädliche Bakterien in die Gebärmutter eindringen.
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Schleimpfropfen bestehen aus dickem, klebrigem Schleim, der klar, cremeweiß, rosa, braun oder mit roten Streifen durchzogen sein kann, während normaler Ausfluss meist dünnflüssiger ist und entweder klar, weiß oder hellgelb aussieht.
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Du verlierst deinen Schleimpfropf, wenn sich dein Muttermund zur Vorbereitung auf die Geburt zu öffnen und zu verkürzen beginnt – das geschieht normalerweise nach der 37. Schwangerschaftswoche.
Auf dieser Seite
- Was ist der Schleimpfropf?
- Wie sieht der Schleimpfropf aus?
- Wann geht der Schleimpfropf ab?
- Was muss ich tun, nachdem der Schleimpfropf abgegangen ist?
- Wie bald setzten die Wehen ein, nachdem ich den Schleimpfropf verloren habe?
- Wann du mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen solltest
- Unterstütze deine Schwangerschaftsreise und mehr mit Natural Cycles
Hast du in den letzten Schwangerschaftswochen dicken, klebrigen Schleim in deiner Unterwäsche bemerkt oder beim Toilettengang gesehen? Das könnte dein Schleimpfropf gewesen sein! In diesem Artikel erklären wir, wie der Schleimpfropf aussieht, welche Funktion er in der Schwangerschaft hat und woran du den Unterschied zu normalem Ausfluss erkennst. Außerdem gehen wir auf weitere frühe Anzeichen der Geburt ein und darauf, wann du deine medizinische Fachkraft kontaktieren solltest.
Was ist der Schleimpfropf?
Ähnlich wie dein Muttermund Zervixschleim während deines Menstruationszyklus produziert, bildet er auch in der Schwangerschaft Schleim. Wie der Name schon sagt, besteht der Schleimpfropf aus Schleim, der sich im Gebärmutterhals früh in der Schwangerschaft bildet. Er wirkt wie eine Art Siegel oder Pfropf und schützt dein Baby, indem er verhindert, dass schädliche Bakterien in die Gebärmutter eindringen [1, 2].
Nachdem der Schleimpfropf von deinem Körper gebildet wurde, bleibt er während des Großteils der Schwangerschaft an seinem Platz. In den letzten Wochen oder Tagen vor der Geburt löst er sich und wird durch die Vagina ausgeschieden, während sich dein Körper auf die Geburt vorbereitet [1].
Wie sieht der Schleimpfropf aus?
Ein Schleimpfropf besteht aus dickem, klebrigem Schleim, der sich in der Konsistenz gallertartig anfühlen kann. Er ist in der Regel geruchlos und oft cremeweiß oder klar, kann aber auch bräunlich, rosafarben oder rötlich sein, wenn Blut beigemischt ist [3].
Jeder Schleimpfropf bedeckt den gesamten Muttermund und ist im Vergleich zu anderen „Schleimklumpen“ des Zervixschleims, die du vielleicht zu anderen Zeiten bemerkt hast (zum Beispiel während deines fruchtbaren Fensters im Menstruationszyklus), ziemlich groß. Insgesamt entspricht er in etwa 1–2 Esslöffeln (rund 10 g) Volumen [1]. Ein Schleimpfropf kommt jedoch nicht immer auf einmal heraus, was es etwas schwieriger machen kann, ihn von anderem Zervixschleim zu unterscheiden.
So erkennst Du den Unterschied zwischen einem Schleimpfropf und Ausfluss
Da es in der Schwangerschaft häufig zu vermehrtem Ausfluss kommt [3], ist es manchmal schwer zu sagen, ob es sich um normalen Ausfluss oder um einen Schleimpfropf handelt. Deshalb schauen wir uns ein paar wichtige Unterschiede zwischen beiden an:
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Farbe: Die Farbe kann ein Hinweis sein: Im Schleimpfropf kann Blut enthalten sein (muss aber nicht), wodurch er bräunlich, rosa oder rötlich wirken kann. Normaler Ausfluss in der Schwangerschaft enthält kein Blut und ist in der Regel weiß oder hellgelb.
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Konsistenz: Der Schleimpfropf ist dicker und klebriger als anderer Ausfluss, der meist dünnflüssiger und glitschiger ist.
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Zeitpunkt: Der Schleimpfropf geht in der Regel in den letzten Schwangerschaftswochen ab, also in der 37. Woche oder später, während du während der gesamten Schwangerschaft anderen Ausfluss haben kannst. Du kannst den Schleimpfropf auf einmal in einem größeren Klumpen verlieren oder er kommt in kleineren Stücken heraus, was es schwieriger macht, ihn von normalem Ausfluss zu unterscheiden – möglicherweise bemerkst du einfach mehr Ausfluss als vorher [3, 4].
Schleim unter dem MikroskopSowohl der Zervixschleim, den du normalerweise im Menstruationszyklus siehst, als auch der Schleimpfropf bestehen aus kleinen „Schleimfäden“ („Muzin“ genannt), die eine Art netzartige Struktur bilden. Wenn du ganz genau hinschauen und beide unter dem Mikroskop betrachten würdest, könntest du den Unterschied tatsächlich sehen! Normaler Ausfluss hat eine offenere Struktur, durch die Spermien zum Beispiel hindurchschwimmen können. Der Schleimpfropf hingegen hat eine wesentlich dichtere Struktur, die verhindert, dass Bakterien (und Spermien) hindurchgelangen [1]. |
Schleimpfropf vs. „Zeichnungsblutung“
Wenn du dich über den Schleimpfropf informiert oder mit anderen darüber gesprochen hast, bist du vielleicht auf den Begriff „Zeichnungsblutung“ gestoßen. Die beiden Begriffe werden manchmal gleichbedeutend verwendet, und auch wenn sie zusammenhängen, gibt es einen kleinen Unterschied zwischen ihnen.
Der Schleimpfropf bezieht sich speziell auf den Schleim, der den Muttermund während der Schwangerschaft verschließt. Dass der Schleimpfropf abgeht, ist ein Zeichen dafür, dass die Geburt näher rückt – und das passiert, wenn der Muttermund sich zur Vorbereitung auf die Geburt zu öffnen beginnt und dünner wird [5]. Die „Zeichnungsblutung“ ist ein weiteres frühes Anzeichen für Geburtsbeginn und hängt ebenfalls damit zusammen, wie sich der Muttermund in der Geburtsvorbereitung verändert. Sie bezeichnet eine leichte Blutung, die auftreten kann, wenn kleine Blutgefäße reißen, während sich der Muttermund öffnet [6]. Da sich der Schleimpfropf löst, wenn sich der Muttermund öffnet, kann sich diese Blutung mit dem Schleimpfropf vermischen, sodass er beim Abgehen etwas blutig aussieht – deshalb wird der Schleimpfropf manchmal ebenfalls als „Zeichnungsblutung“ bezeichnet.
Wann geht der Schleimpfropf ab?
In der Regel verlierst du deinen Schleimpfropf irgendwann, nachdem du die 37. Schwangerschaftswoche erreicht hast, auch wenn der genaue Zeitpunkt von Person zu Person unterschiedlich ist. Es gilt als eines der frühen Anzeichen für den Geburtsbeginn. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass das Abgehen des Schleimpfropfs nicht unbedingt bedeutet, dass die Wehen bald einsetzen – bei manchen löst er sich einige Wochen vor der Geburt, bei anderen erst ein paar Tage oder Stunden davor oder sogar erst während der Wehen [3].
Woran erkennst du, dass dein Schleimpfropf abgegangen ist?
Wenn du gegen Ende deiner Schwangerschaft einen Schleimklumpen in deiner Unterwäsche oder beim Toilettengang bemerkst, kann es sich um deinen Schleimpfropf handeln. Bei manchen geht er auf einmal ab – das ist leichter zu erkennen, da er größer und dicker ist als anderer Ausfluss, den du während der Schwangerschaft siehst.
Es kann aber auch sein, dass sich dein Schleimpfropf nach und nach löst und in kleinen Stücken abgeht, was es schwieriger macht, ihn von anderem Ausfluss zu unterscheiden. Nicht alle bemerken, wenn ihr Schleimpfropf abgeht – mach dir also keine Sorgen, wenn du den Abgang nicht wirklich siehst.
Warum geht der Schleimpfropf ab?
Dass der Schleimpfropf abgeht, ist ein natürlicher Teil der Schwangerschaft, wenn dein Körper sich auf die Geburt vorbereitet – es wird also früher oder später bei allen passieren. Es gibt zwei Hauptgründe, warum der Schleimpfropf in dieser Phase abgeht, und beide hängen damit zusammen, wie sich der Muttermund verändert, wenn die Geburt näher rückt:
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Dilatation: Der Muttermund beginnt sich in den Wochen oder Tagen vor Wehenbeginn zu öffnen (zu dilatieren). Dadurch lockert sich der Schleimpfropf und wird schließlich gelöst und durch die Vagina ausgeschieden. Wenn es bei einer vaginalen Geburt so weit ist, dass du mit dem Pressen beginnst, hat sich der Muttermund auf 10 cm geöffnet.
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Verkürzung: Wenn die Wehen näher rücken, wird der Muttermund außerdem dünner – das nennt man „Muttermundverkürzung“. Wenn es Zeit ist zu pressen, ist der Muttermund zu 100 % verkürzt [5].
Kann ich Wehen bekommen, ohne den Schleimpfropf zu verlieren?
Ja! Dass der Schleimpfropf abgeht, ist kein eindeutiges Zeichen dafür, wann die Wehen beginnen. Bei manchen löst er sich Wochen oder Tage vorher, bei anderen geht der Schleimpfropf erst ab, wenn die Wehen bereits eingesetzt haben [1]. Und manche bemerken es überhaupt nicht – jeder Körper ist anders.
Frühes Abgehen des Schleimpfropfs in der Schwangerschaft
Wenn der Schleimpfropf frühzeitig abgeht, kann das ein Hinweis auf vorzeitige Wehen sein [1]. Deshalb solltest du deine medizinische Fachkraft umgehend anrufen, wenn du glaubst, den Schleimpfropf vor der 37. Schwangerschaftswoche verloren zu haben – vor allem, wenn du auch andere Symptome vorzeitiger Wehen wie Kontraktionen oder vaginale Blutungen hast. Der Muttermund kann auch nach dem Abgehen des Schleimpfropfs weiterhin Schleim produzieren [7]. Dennoch solltest du vorsichtshalber deinen Arzt oder deine Ärztin kontaktieren, damit die nächsten Schritte geklärt werden können.
Was muss ich tun, nachdem der Schleimpfropf abgegangen ist?
In den meisten Fällen musst du, wenn du in der 37. Schwangerschaftswoche oder darüber hinaus bist, nichts Besonderes tun, wenn der Schleimpfropf abgeht (es sei denn, deine medizinische Fachkraft hat dir etwas anderes geraten). Auch wenn es noch etwas dauern kann, bis die Wehen beginnen, ist dies ein guter Zeitpunkt, um deine Kliniktasche fertigzupacken und sicherzustellen, dass alles vorbereitet ist. Wenn du jedoch noch keine 37 Wochen schwanger bist oder Kontraktionen bzw. andere Anzeichen für Wehen hast, solltest du deine medizinische Fachkraft anrufen, um zu klären, ob eine Untersuchung nötig ist [3].
Was du nach dem Abgehen des Schleimpfropfs vermeiden solltest
Auch hier gilt: Wenn du in der 37. Schwangerschaftswoche oder darüber hinaus bist, musst du dein Verhalten in dieser Phase nicht grundlegend ändern oder bestimmte Dinge meiden – außer dein Arzt oder deine Ärztin rät dir ausdrücklich dazu. Du kannst deinen Alltag ganz normal weiterführen und auch nach dem Abgehen des Schleimpfropfs Sex haben, wenn du möchtest [7]. Wenn du dich unsicher fühlst oder Fragen hast, kannst du dich natürlich jederzeit an deine medizinische Fachkraft wenden.
Wie bald setzten die Wehen ein, nachdem ich den Schleimpfropf verloren habe?
Auch wenn der Abgang des Schleimpfropfs ein Zeichen dafür ist, dass sich dein Körper auf die Geburt vorbereitet, lässt sich nicht genau vorhersagen, wann es so weit ist. Bei manchen dauert es noch ein paar Wochen, bis die Wehen einsetzen, bei anderen sind es nur noch Tage oder sogar Stunden.
Wenn du bemerkst, dass du deinen Schleimpfropf verloren hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, auf andere Anzeichen für die bevorstehenden Wehen zu achten, zum Beispiel:
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Wehen: Geburtswehen treten in regelmäßigen Abständen auf, die mit der Zeit immer kürzer werden, und sie werden nach und nach stärker. Du kannst sie im Bauch oder im unteren Rücken spüren. Besonders in der Spätschwangerschaft kannst du auch Braxton-Hicks-Kontraktionen spüren, die leicht mit echten Wehen verwechselt werden können. Diese kommen jedoch unregelmäßig und sind kein Zeichen dafür, dass die Geburt begonnen hat. Damit du weißt, wann du ins Krankenhaus fahren musst, ist es eine gute Idee, die Abstände zwischen deinen Wehen zu messen.
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Blasensprung: Dein Baby liegt in einem flüssigkeitsgefüllten Sack in der Gebärmutter, der kurz vor Geburtsbeginn aufplatzt – man spricht dann davon, dass die Fruchtblase platzt. Wenn die Flüssigkeit durch die Vagina austritt, kann sich das wie ein Schwall oder auch wie ein langsames Tröpfeln anfühlen.
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Tiefertreten: Wenn die Geburt näher rückt, rutscht dein Baby mit dem Kopf nach unten tiefer ins Becken. Dadurch verringert sich der Druck auf dein Zwerchfell, was sich wie eine „Absenkung“ anfühlen kann. Stattdessen spürst du möglicherweise mehr Druck im Becken und das Gefühl, häufiger auf die Toilette zu müssen, weil das Baby nun stärker auf Becken, Blase und Darm drückt [8].
Wann du mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen solltest
Der Verlust des Schleimpfropfs allein ist normalerweise kein Grund, deine medizinische Fachkraft zu kontaktieren (sofern es nach der 37. Woche passiert und du keine anderen Anweisungen bekommen hast). Es ist jedoch sinnvoll, während der Schwangerschaft deinen Ausfluss im Blick zu behalten, da er Hinweise darauf geben kann, dass noch etwas anderes vorliegt. Wenn du zum Beispiel einen üblen Geruch bemerkst, kann das auf eine Infektion oder eine bakterielle Vaginose hindeuten, die ein Risikofaktor für eine Frühgeburt sein kann, wenn sie nicht behandelt wird [2]. Wende dich an deine medizinische Fachkraft, wenn du eines der folgenden Anzeichen bemerkst:
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Übelriechender Ausfluss
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Grüner, gelber oder grauer Ausfluss
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Schmerzen in oder um deine Vagina oder Vulva
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Rötungen oder Schwellungen
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Juckreiz [9, 4]
Du solltest außerdem sofort deine medizinische Fachkraft kontaktieren, wenn:
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du stark blutest (mehr als bei einer Periode)
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du den Schleimpfropf vor der 37. Woche verlierst
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deine Fruchtblase platzt
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du alle fünf Minuten oder häufiger Wehen hast
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dein Baby sich weniger bewegt als sonst
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du zwischen den Wehen anhaltende Schmerzen hast [8, 10]
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